Vom Gerechtigkeitssinn und Schmerz einer Mutter

“Ich habe für das Gerechte und Gute gekämpft, für die Verbesserung der Welt. Ich verspreche Dir, wenn ich jetzt Abschied nehmen muß, daß ich Dir bis zum letzten Moment keinen Grund geben werde, Dich meiner zu schämen."

Sie wurde ausgeliefert, eingesperrt und ermordet: Die Geschichte der NS-Gefangenschaft der Kommunistin Olga Benario Prestes liegt nun erstmals in deutscher Sprache vor. Autorin ist ihre Tochter und Historikerin Anita Leocádia Prestes. Ihr Buch über ihre Mutter ist mehr als nur Erinnerung.

„Politik und Sport lassen sich nicht voneinander trennen“

Julian Rieck und ein schwarz weiß Foto einer Kundgebung der Hitlerjugend im Olympiastadion Belrlin 1937

Gerade mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft in Katar stellt sich die Frage, inwiefern Sport und Politik trennbar sind. Anhand des Beispiels Fußball erklärt der Historiker Julian Rieck, warum Sport immer auch eine politische Komponente hat.

Die Regierung und die Klimakatastrophe

Klimakatastrophe und Ampelregierung

Die Klimakatastrophe erfordert sofortiges politisches Handeln. Die deutsche Ampel-Regierung hinkt den notwendigen Maßnahmen hinterher, obwohl bekannt ist, was zu tun ist. Deshalb ist es die Aufgabe jedes Einzelnen den Druck auf die Politik zu erhöhen, damit ein Umdenken stattfindet.

Unmenschlichkeit – nicht nur ein Phänomen rechter Wahlprogramme

Unmenschlichkeit ist nicht nur Thema der extremen Rechten: Auch in der Linken haben Antisemitismus, Antihumanismus und Euthanasie Tradition. Der freie Journalist Peter Bierl legt mit „Unmenschlichkeit als Programm“ eine erschreckende Analyse der darwinistischen Linken vor.

Krieg und Konsum als Entertainment

Ausschnitt des Covers des Albums "Entertainment!" der Band Gang of Four

Wie keine andere Band beschrieben Gang of Four das düstere und kalte Leben in der industrialisierten Konsumgesellschaft. Auf ihrem Album „Entertainment!“ (1979) klingt die Kapitalismuskritik überraschend aktuell.

Oxford und die Toryclique

Liz Truss und Boris Johnson in New York

Die britische Politik wird maßgeblich aus Oxford bestimmt. Alle wichtigen Protagonist•innen der letzten Jahre wurden an der Oxford Universität ausgebildet. Dies erkläre auch ihren Politikstil, argumentiert der Journalist Simon Kuper in seinem aktuellen Buch.

Nachruf auf eine verlorene Stadt

In dem Roman “Leb wohl, Berlin” verabschiedet sich der britische Autor Christopher Isherwood nicht nur von Berlin, sondern auch von einer Zeit, die durch Hitlers “Machtergreifung” jäh beendet wurde.

Hexen – Manifestation eines Feindbildes

“Die Frauen, die verbrannt wurden, waren keine okkulten Figuren, die sich mit dem Übersinnlichen verbunden sahen, sie waren intelligente, empathische und hochbegabte Frauen, die über umfassendes Wissen auf naturwissenschaftlichen Gebieten verfügten."

Die Jagd auf Hexen war mehr als der Kampf gegen Okkultismus. Viel mehr ging es darum, Frauen und ihre Identität zu bekämpfen und in einen engen Käfig zu zwängen. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren.

Vergleichsweise unpassend

Willy Brandt bei einer Wahlkampfveranstaltung 1975 in Kiel

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich in einer SPD-Fraktionssitzung mit Willy Brandt verglichen. Seine Ostpolitik ist jedoch im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich. Dazu fehlt es vor allem an gegenseitigem Vertrauen.

Gepriesen sei die Ideologiekritik

Mehrere Anhänger Brians blicken überrascht in die Kamera. Screenshot aus dem Film "Das Leben des Brian"

In Deutschland darf „Das Leben des Brian“ karfreitags nicht öffentlich gezeigt werden. Dabei geht es in dem Film um mehr als nur Religionskritik. Im Zentrum steht die Kritik sämtlicher Ideologien, die in ihren geschlossenen Systemen das reflektierte Denken nicht zulassen.

Land der Frauen – verdrängte weibliche Geschichte

„Auch wenn es um die Geschichte der Alten geht, hat Maria Sánchez mit „Land der Frauen“ ein wertvolles Werk für eine ganze Generation junger Frauen geschaffen.“ sagt Sabrina Teifel

Der Gegensatz zwischen Stadt und Land ist auch ein politischer. Die spanische Tierärztin und Feministin María Sánchez beschreibt in ihrem Essay die Situation und Rolle der Frau auf dem Land. Ein ländlicher Feminismus ist notwendig, um sich von den verkrusteten Strukturen zu befreien.

6,5 Millionen Debile und der Heldenplatz

Adolf Hitler spricht auf dem Heldenplatz und verkündet den "Anschluss" vor einer jubelnden Masse.

Aktuelle Aussagen österreichischer Politiker zeigen, dass die „Opferthese“ nach wie vor prominent vertreten wird. Diese wurde 1988, 50 Jahre nach dem „Anschluss“, auch von Schriftsteller Thomas Bernhard thematisiert und durch Medienhysterie zu einem Theaterskandal.

„Es gibt keine einheitliche grüne Stimme in Spanien“

Porträt von Andreas Jünger

In Spanien hat sich keine grüne Partei etablieren können. Nur eine Abgeordnete sitzt in der aktuellen Legislaturperiode im Kongress. Der Historiker Andreas Jünger erklärt im Gespräch mit Alerta die Probleme bei der Etablierung einer grünen Partei in Spanien und welche Themen im ökologischen Diskurs im Vordergrund stehen.

Neue Plattform für Anarchokommunismus

Screenshot der Homepage von anarchokommunismus.de

Seit Jahresbeginn gibt es eine neue anarchokommunistische Plattform im deutschsprachigen Raum. Welche Ziele sie verfolgt und wie man selbst aktiv werden kann, hat sie Alerta in einem Gespräch mitgeteilt.

Ur-Faschismus und Querdenker•innen

Reichsbürger zeigen die schwarz-weiß-rote Fahne des deutschen Kaiserreiches auf einer Demonstration in Berlin im August 2020

Die Querdenker•innenbewegung radikalisiert sich zunehmens. Dass eine Abgrenzung zum Rechsextremismus kaum stattfindet, sollte angesichts des urfaschistischen Potentials der Bewegung nicht verwundern.

Die rechten Hände von Franz Josef Strauß

Franz Josef Strauß im Jahre 1967 in der Schweiz

Mit Armin Mohler und Marcel Hepp berieten zwei Akteure der Neuen Rechten den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß. Bis Ende der 60er Jahre hatten sie Einfluss auf den bayerischen Politiker und sorgten für innerparteiliche Probleme.

Wenn Linke bei Antisemitismus wegschauen

„Wer sich für die Belange der Minderheiten einsetzen will, kann es sich nicht leisten auch nur eine Gruppe auszuschließen.” sagt Christoph Pleininger über "Jews Don't Count"

Warum ist Antisemitismus bei Linken nur Rassismus zweiter Klasse? Dieser Frage geht der britische Comedian David Baddiel nach und legt mit “Jews Don’t Count” ein erschütterndes Buch vor.

Aus dem Leben von Max Brym

Max Brym bei einer Lesung seines Buches "Mao in der bayerischen Provinz" in Altötting im Januar 2020

Max Brym war in seinem Leben DKP-Kader, Maoist und Trotzkist. Nicht umsonst war er in seiner bayerischen Heimat als „Roter Max“ verschrien. Im Alerta Gespräch erzählt er über sein Leben und sein Buch über seine Zeit als Maoist.

Wandel für Österreich

Porträt des österreichischen Politikers Fayad Mulla der Partei Wandel

Fayad Mulla will den Wandel für Österreich. Ein Gespräch über linke Kommunalpolitik, Einflussnahme der Medien und enttäuschende grüne Politik.